10 Gebote für den Sport- von Sportpfarrer Martin Voß

10 Gebote für den Sport – in Anlehnung an die Auslegung Dr. Martin Luthers im Kleinen Katechismus

 

1.       Ich bin der Herr Dein Gott, Du sollst keine anderen Götter haben neben mir.

Was heißt das? Dass Du gerne mit Deinem Körper spielen sollst, in austesten, trainieren, Freude an der Bewegung haben, dass Du aber Deinen Körper nicht zum Götzen machen sollst, kümmere Dich auch um Deine Seele und um Deinen Geist, Dein Leib ist ein Geschenk Gottes, beute ihn nicht aus.

 

2.       Du sollst den Namen des Herren Deines Gottes nicht unnütz im Namen führen, denn der Herr wird den bestrafen, der seinen Namen missbraucht.

Was heißt das? Dass Du immer ehrlich mit Deinen Meinungen, Interessen und Absichten bist, dass Du Deine wirtschaftlichen, sportlichen und politischen Interessen nicht verbrämst und für Deine Ziele eine höhere Macht ins Spiel bringst. Gott weiß für sich selbst zu sprechen.

 

3.       Du sollst den Feiertag heiligen.

Was heißt das? Sport und Wettkampf, Training und Vorbereitung sind wichtig, aber auch, dass Du Dich einmal die Woche ausruhen sollst, nichts tun, Zeit für Familie, für andere, für Dich und für Gott.

 

4.       Du sollst Deinen Vater und Deine Mutter ehren, auf dass es Dir wohl ergehe und Du lange lebest auf Erden.

Was heißt das? Das Du nicht alles neu erfinden musst. Die, die vor Dir da waren, Deine Eltern, Deine Trainer und Begleiter, waren auch nicht dumm. Tradition heißt auch einmal nachspüren, was an Erfahrungen bereits da ist. Und wenn die Generationen sich mit Respekt begegnen, geht es allen gut.

 

5.       Du sollst nicht töten.

Was heißt das? Das Du z.B. nicht dopen sollst! Das du ehrfürchtig mit dem Leben umgehst, mit Deinem und dem der anderen.

 

 

 

6.       Du sollst nicht ehebrechen.

Was heißt das? Das Du in einer Welt des Körperkults und der Mobilität und permanenten Versuchungen Respekt hast vor den gewachsenen Beziehungen anderer und auch die Menschen, die Dir anvertraut sind, hegst und pflegst.

 

7.       Du sollst nicht stehlen.

Was heißt das? Du sollst auch im Sport faire wirtschaftliche Rahmenbedingungen schaffen und mit daran arbeiten, dass Sport treiben nicht nur durch exzessiven Wettbewerb und Menschenhandel zu Leistungen kommt, sondern immer auch Sport für alle sein soll.

 

8.       Du sollst nicht falsch Zeugnis reden wird Deinen Nächsten.

Was heißt das? Du sollst immer fair bleiben und die Regeln einhalten und das Ergebnis im Sport soll nicht von politischen, nationalen, wirtschaftlichen, religiösen, rassistischen und kulturellen Interessen beeinflusst werden.

 

9.       Du sollst nicht begehren Deines nächsten Haus.

10.   . Du sollst nicht begehren Deines nächsten Weib, Knecht, Magd, Vieh, noch alles was sein ist.

 

Was heißt das? Gönn‘ doch auch dem anderen seinen Erfolg. Siegen ist schön, aber dabei sein ist eben auch gut. Es kann ja nur einer gewinnen – und es wäre schön, wenn die Medien, die Verbände und die Politiker auch den fünften Platz so feiern, wie den ersten.